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 Film Styx 


SO/15/09 | HALLE X 

Die Notärztin Rike erfüllt sich in ihrem Urlaub einen lange gehegten Traum: Von Gibraltar aus segelt sie alleine zur Insel Ascension im Atlantischen Ozean – jene Insel, die Charles Darwin einst zu einem Garten Eden formen wollte. Nach einem heftigen Sturm, den Rike dank ihrer guten Ausrüstung und ihrer seglerischen Kompetenz unbeschadet übersteht, findet sie sich plötzlich in unmittelbarer Nähe eines in Seenot geratenen Flüchtlingsbootes. Verzweifelt setzt sie per Funk Notrufe ab, verzweifelt muss sie erleben, wie größere Schiffe, die den Flüchtlingen leicht helfen könnten, an ihr vorbeiziehen. Rike sieht sich gezwungen zu handeln.


filmladen.at/styx-film


Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Podiumsdikussion mit einer der #KlappeAuf-Initiator*innen Krisztina Kerekes, der Filmschaffenden Leila Samari und dem Künstler Martin Weichselbaumer statt.


Krisztina Kerekes „Als eine, die selber ihre Heimat verloren hat, bin ich sehr empfindlich für bösartige Sprache, für Verhetzung, für Dinge, die Menschen gegeneinander aufbringen sollen. Ich möchte nicht an die Möglichkeit einer Wiederholung der schrecklichsten Menschheitsgeschichten glauben, aber manchmal zweifle ich doch. Und dann muss ich etwas tun, um in der Gesellschaft etwas zu verändern, Ansätze für ein solidarisches Wir zu verstärken, ein Umdenken anzuregen. Deshalb habe ich mich als Kamerafrau und Regisseurin #KlappeAuf angeschlossen und versuche mit meinen Kolleg*innen unsere filmischen Potentiale und Ressourcen zu nutzen um andere Gruppen der Gesellschaft zu erreichen und zum nach-denken und nach-handeln anzuregen.“

Leila Samari Everyone in this world has a choice to survive and continue the life. One with making a family one earning money one with politic and one with fighting. Some like me find an unrealistic way like painting and poetry. I started drawing seriously from the age of five. When for the first time I faced to isolation lonliness and fear. I became a poet i became a painter. Sometimes I tried another way and seek for people but at the end I realised that there is no salvation way just art. I do not know if my artistic activity is important to others or not. I only know that it is important for me as much as breathing treatmen an opium. Even in my worst situation I didnt stop working. Since 2000 at the beginning of my education at the art university in Tehran I have participated in a lot of solo and group exhibitions. I made 3 animation in combination with my friend maryam, on the base of my stories and poems that screened in many festivals in different countries. I do not know if my artistic activity is important to others or not. I only know that it is important for me as much as breathing.

Martin Weichselbaumer (1986, Wels) lebt und arbeitet in Wien, Ausbildung als Drucktechniker und Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien. Er arbeitet als freischaffender Künstler, als Vermittler an der KZ-Gedenkstätte Mauthausen und für erinnern.at. In seiner künstlerischen Tätigkeit setzt er sich kritisch mit der Erinnerungskultur in Europa auseinander, ebenso setzt er sich in seinen Arbeiten mit Nationalismus, Rassismus und Leid auseinander.