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Klangfestival #10



Die Jubiläumsausgabe „Klangfestival #10“ wird vom Kulturverein „Klangfolger Gallneukirchen“ getragen und als programmatisch vielfältiges Festival kuratiert. Es findet vom 24. bis 26. August 2018 statt und wird erstmals an drei Spielstätten organisiert. Gleich zwei Leerstände im Gallneukirchner Ortszentrum dienen als Zentrum und Motor des Festivals: Die ehemalige Feuerwehrhalle und das Zwischennutzungsprojekt „Klangfolger #Alte Nähstube“ in einem leerstehenden Geschäftslokal, während die Ruine auf dem Schloss Riedegg als dritte Location für Performatives wie ein Satellit das Festival begleitet.

Um im Jahr 2018 neue inhaltliche Schwerpunkte setzen zu können, zeichnet für das (inter)nationale Musikprogramm zusätzlich zum Team des Kulturvereins Klangfolger ein exklusives Kuratorinnen-Duo verantwortlich.

Das Festival wird im Gallneukirchner Stadtzentrum stattfinden und soll als Knotenpunkt für die lokale und überregionale Kunst- und Kulturszene fungieren. Darüber hinaus bietet das „Klangfestival #10“ vor allem für junge Künstler*innen jene wichtigen Möglichkeiten, sich internationale Netzwerke aufbauen zu können.


Die temporäre Revitalisierung zentrumsnaher Leerstände als Philosophie des Festivals

Regionale Kräfte zu stärken und vorhandene Strukturen zu nutzen, ist seit jeher ein wichtiges Credo des Kulturvereins „Klangfolger Gallneukirchen“. Das temporäre Kulturzentrum „Klangfolger #Alte Nähstube“ z.B. – realisiert in einem leerstehenden Geschäftslokal in der Gallneukirchner Hauptstraße – wurde von der Vereinsakademie Oberösterreich mit dem Vereinspreis 2017 ausgezeichnet.

Gemeinsam gelingt es seit Jahren sehr erfolgreich, das kulturelle Angebot in der Region mit innovativen Inhalten und speziellen Programm-Schwerpunkten zu erweitern und das Klangfestival als Fixstern am heimischen Festival-Firmament zu etablieren.

Das Stadt-Zentrum Gallneukirchens wurde in den letzten Jahren erfolgreich umstrukturiert. Dem öffentlichen Raum wurde ein neues Gesicht gegeben, vom Stadtplatz bis zum Pfarrplatz wurden die Freiräume neu gestaltet. Gleichzeitig entstehen an den vermeintlichen Rückseiten vermehrt Leerstände. In direkter Umgebung, hinter dem Rathaus, verlässt bspw. die Freiwillige Feuerwehr ihre langjährige Zentrale und hinterlässt durch das Übersiedeln an den Siedlungsrand über 300 Quadratmeter nutzbare Fläche im Ortszentrum. Die frei gewordene Infrastruktur besitzt großes Potenzial, um u.a. für Kultur-, Freizeit- und Tourismusaktivitäten genutzt zu werden. Durch ein Aktivieren der vernachlässigten Rückseiten steigen wiederum die Attraktivität und der Mehrwert der Stadt und der Region. Gerade in der Stadtentwicklung und im Bereich des Sozialen können regionale Kulturinitiativen als starke Motoren fungieren und überregionale Magnetwirkung erzeugen.


///Leitmotiv

Das Klangfestival feiert mit der 10. Ausgabe eine vollständige Dekade und entwirft zum runden X eine temporäre Welt der Unbekannten.

Die 10, das X.
Unbekannt, doch definiert?
Well?
Wir setzen ein X.
Den 24. Buchstaben im Alphabet.
Klangfestival #10.
Beginnt am 24.
Stellt auf den Kopf.
42.
Die Antwort auf alles?
4210 Gallneukirchen.
Willkommen zum Klangfestival.

An drei Tagen werden die Sphären zwischen Musik, Performance, Bildender Kunst und X neu bezogen, vermeintlich unbekannte Räume neu erschlossen. Wie die Berliner Band Einstürzende Neubauten einst bemerkten, bezeichnet X die Stelle. Oder die unbekannte Variable in der Gleichung. Obwohl X nicht unbekannt ist.


///Diskurs

Die Zukunft ist uns weiterhin unbekannt. Wie immer befinden wir uns auf einem Scheideweg. Alte und neue gesellschaftliche und politische Konflikte werden stets ausgetragen. Unsere Fragen umkreisen den vermeintlich schwarz-weißen Kosmos als gäbe es ein Richtig und ein Falsch. Und wie so oft ist die Realität komplexer als diese Kategorien. Dafür setzen wir ein X, die unbekannte Variable. Obwohl X nicht unbekannt ist. Al-Shalan?

Unbekannt?
X = Unbekannte?
Etwas ist unbekannt?
Was ist unbekannt?

Das Klangfestival zeichnet die Bewegung der Unbekannten X aus dem Kontemplativen und tritt als solche in die Öffentlichkeit.

Erst wenn sich das Unbekannte als solches manifestiert, wird es greifbar, verhandelbar und legitim.

Al-Shalan: X. Die Unmöglichkeit Etwas auszudrücken.


///Leerstand als Schwebezustand

Das Alte längst vergangen – das Neue noch verborgen.

Vergangenheit – Zukunft. Gegenwart! Nehmen wir unser Schicksal im Hier und Jetzt einfach selbst in die Hand.

Eine Antwort auf die gestellten Fragen könnte die Affirmation des Unbekannten sein. Wir sind X!

X?

Weitere Antworten wollen wir gemeinsam am Klangfestival (er-)finden und erforschen. Dazu stehen uns drei Zwischenräume zur Verfügung: Das Zwischennutzungungsprojekt Klangfolger #Alte Nähstube. Die leerstehenden Halle X. Die Ruine zu Schloss Riedegg.