Klangfestival Zine:  Open Call 



Text (max. 3600 Zeichen/characters), Bild/image (300dpi), Kurzbiographie/short biography

Deadline: 13. Juni 2019 – per E-Mail an klangfestival.zine@gmail.com


Das ZINE zum Klangfestival 2019 sammelt unterschiedlichste Beiträge aus den Bereichen Literatur, Kunst, Politik sowie Kultur- und Gesellschaftstheorie. Unter dem Leitmotiv „weaving in“ werden diverse Perspektiven und Genres vielgestaltig miteinander verbunden.

Wieder-Verknüpfung | Sichtbarmachung des Unbekannten | Leerstände | Kollektive

Prekarisierung, Ausgrenzungspolitik und Entsolidarisierung führen zu Vereinzelung und zu losen Verhältnissen – Fäden laufen auseinander. Übrig bleibt eine Gesellschaft von Individuen – auf sich alleine gestellt, verstreut und zurückgelassen. Wettbewerb erzeugt konsumorientierte Räume an den Rändern der Orte und Leerstände in den Zentren. Das Leben findet zunehmend in privaten und privatisierten Bereichen statt. Durch Verdrängung entsteht Unsichtbarkeit. Wir weben uns in den Diskurs-Teppich der gesellschaftlichen Verhältnisse ein und wollen wieder ineinander greifen. Wir knüpfen wieder an, schaffen neue Knotenpunkte und Verbindungen. Als Reaktion auf eine um sich greifende, repressive Struktur, auf die Ambivalenz zwischen Sichtbarkeit und dem Verschwinden, antwortet das Klangfestival 2019 mit einem Leitmotiv der Wieder-Verknüpfung: weaving in.

Mal einen anderen Faden einarbeiten, Zöpfe aus Schimmel flechten. Ein Befall der Leerstände, eine Welle als Gefüge. Es geht um die Freilegung von Verdrängtem, vom Rand, der plötzlich spricht. Von Einzelnen, die sich zusammentun, um was zu tun? Es geht um noch nie dagewesene Verstrickungen, um Kluft und Missklang sowie vakante Zwischenwelten. Es geht um schiedere Knoten, darum, sich mal etwas einzunähen. Ein Anlass ist Splitter und Salbe, einer, der Freitag, der Dreizehnte. Es geht um das Anreißen, Mischen und Binden, das Handwerk der Leeren Dichte. Spitzt die Nadeln, es geht weiter!


The ZINE for Klangfestival 2019 collects various contributions from literature, art, politics as well as cultural and social theory. Under the heading “weaving in” diverse perspectives and genres are invited to intertwine.

reconjunction | visualization of the void | vacancies | collectives

Precarious conditions, politics of isolation and disunitement lead to separation and slack circumstances – threads are drifting apart. What’s left forms a society of individuals – on their own, dispersed and left standing alone. Competition causes consumption-oriented spaces on the outskirts and vacancies in the centers. Life increasingly happens in private or privatised space. Repression causes invisibility. We weave (ourselves) into the carpets of socio-cultural circumstances willing to mesh. We tie in again, accomplishing unprecedented nodes and contacts. In reaction to the pervasive dissolving and repression Klangfestival 2019 places its motif of reconjunction: weaving in.

Incorporating new strands, braiding queues of mold. An attack on the void, a wave as a texture. It’s about excavating the displaced, about the edge suddenly speaking. The individuals, joining forces to do what? It’s about unprecedented entanglements, about gaps and dissonance and vacant spheres in between. It’s about appropriating scuffed nodes. For the cause of splinters and balms, and of Friday the 13th. It’s about pulling it off, the shuffle and the bond, the craft of the hollow density. Sharpen the needles, it’s on again!



Für die Redaktion/editorial team:
Tanja Fuchs, Marlene Haider, Johannes Oberhuber, Magdalena Übleis-Lang, Mario Weisböck





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